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AP&T: „Größere Reich­weite der Elektro­fahr­zeuge dank neuer Leicht­bau­lösungen“

15 Februar 2018

Die nächste Generation der Elektro­fahrzeuge kann durch neue Konstruktions- und Her­stellungs­verfahren bei leichten Fahr­zeug­bau­teilen die Reich­weite erhalten, die für einen tat­sächlichen Durch­bruch benötigt wird. Dieser Ansicht ist das Unter­nehmen AP&T, das Produktions­lösungen für die Auto­mobil­industrie mit den Schwer­punkten Gewicht, Sicher­heit und Energie­effizienz ent­wickelt.

Die Verringerung des Fahrzeug­gewichts hatte lange Zeit weltweit einen hohen Stellen­wert bei den Automobil­herstellern. Ein geringeres Gewicht sorgt für einen niedrigeren Benzin- oder Diesel­verbrauch und somit auch für weniger Kohlen­dioxidemissionen. 

Wenn man herkömmlich hergestellte Karosserie­teile durch Bauteile aus press­gehärtetem Stahl, einem sowohl leichten als auch stabilen Werkstoff, ersetzt, kann man das Gewicht auf relativ einfache Weise senken, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Mittler­weile können die meisten Hersteller die erste Welle der gewichts­senkenden Maßnahmen im Rück­spiegel betrachten. Aber die mit der Ziel­setzung einer weiteren Gewichts­senkung verbundenen Arbeiten laufen im Takt mit den ständig strengeren Emissions­auflagen weiter und stellen die Konstrukteure der nächsten Fahrzeug­generation vor neue Herausforderungen.

AP&T entwickelt seit Anfang dieses Jahrhunderts Produktions­lösungen für das Presshärten und zählt mittler­weile zu den wichtigsten Kräften auf diesem Markt. Das Unternehmen hat mehr als ein Fünftel aller Presshärteanlagen geliefert, die bisher weltweit bei Automobil­herstellern und Bauteil­zulieferern installiert worden sind. 

„Die von uns gegen­wärtig entwickelten Presshärte­anlagen sind erheblich ausgereifter und bieten ganz andere Möglich­keiten als früher. Dank der hoch­modernen Prozess-Steuerung kann jedes Bauteil genau die nachgefragten Eigen­schaften erhalten. So kann man z. B: weichere Zonen in einem einzigen Bauteil kombinieren“, freut sich Per Josefsson, Director Business Development and Marketing bei AP&T.

Für den nächsten großen Schritt bei der Senkung des Gewichts reicht es jedoch nicht aus, ein Bauteil durch ein entsprechendes Teil aus einem anderen Material zu ersetzen. Laut Per Josefsson ist eine Gesamtbetrachtung bei der Auswahl von Materialien, Herstellungs­verfahren und Konstruktion notwendig, damit eine optimale Lösung zustande kommen kann. Bei AP&T bezeichnet man dies als „holistic approach“.

„Nehmen wir als Beispiel eine ganz normale B-Säule. Viele Hersteller verwenden gegen­wärtig B-Säulen aus press­gehärtetem Stahl. Statt aber einfach nur ein anderes Material für dieses Bauteil zu wählen, kann es besser sein, sich für eine vollkommen andere Konstruktion zu entscheiden. Die ganze Türaussparung kann z. B. aus einem Stück hochfestem Aluminium hergestellt werden. So wird die hohe Festigkeit mit einem deutlich geringeren Gewicht als bei Stahl kombiniert. Auf diese Weise erhält man einen rationellen Produktions­prozess und erhebliche Gewichts­einsparungen.“ 

Im Herbst 2017 stellte AP&T die weltweit erste Produktions­anlage für die Herstellung von komplex umgeformten Fahrzeug­bauteilen aus hochfestem Aluminium vor. Dieser Innovation wurde eine große internationale Aufmerksamkeit und eine Auszeichnung in Form der Preise Altair Enlighten Award und SIQ Quality Innovation Award zuteil. 

Dank der neuen Konstruktions- und Herstellungs­möglichkeiten für Bauteile aus leichterem und stabilerem Material entstehen Voraus­setzungen für eine neue Welle der Gewichts­senkungen. Dadurch kann die Entwicklung von Elektro­fahrzeugen einen erheblichen Schub erhalten. 

„Die Antriebskräfte für weitere Gewichts­einsparungen sind unabhängig von der Antriebs­technik groß. Allerdings sehen wir die interessanteste Entwicklung bei den Elektro­fahrzeugen. Wenn es mehr Lösungen mit geringem Gewicht gibt, werden auch weniger Batterien für eine größere Reichweite benötigt. Dies entspricht genau der Nachfrage auf dem Markt und der Notwendigkeit einer Beschleunigung der Umstellung auf einen nach­haltigeren Transportsektor“, meint Per Josefsson.

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